Orientierungs-Leistung (ehemals Vorsorge) – Suchtbehandlung nach der Entgiftung
Die Orientierungs-Leistung bietet Ihnen nach einer Entgiftung im Krankenhaus einen geschützten Rahmen, um zur Ruhe zu kommen, Ihre Abstinenz zu stabilisieren und neue Perspektiven für Ihren weiteren Weg zu entwickeln. Gemeinsam schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Sie Ihre nächsten Schritte gut vorbereitet und mit Zuversicht gehen können.
Orientierung finden und Stabilität gewinnen
Nach einer Entgiftung beginnt oft eine besonders wichtige Phase der Veränderung. Sie möchten Ihre begonnene Abstinenz weiter festigen und sich dauerhaft von Alkohol, Cannabis, anderen Suchtmitteln oder Verhaltenssüchten wie Glücksspiel oder problematischer Mediennutzung lösen.
In dieser Zeit bietet Ihnen die Orientierungs-Leistung:
- Eine abstinente und unterstützende Umgebung, in der Sie Abstand vom bisherigen Alltag gewinnen
- Neue Sicherheit entwickeln und
- Gemeinsam mit uns Ihre persönliche Zukunft planen können
Unser Angebot
Sie leben bei uns in einer abstinenten Wohnumgebung und bekommen individuelle therapeutische Unterstützung. Regelmäßige Einzel- und Gruppengespräche helfen Ihnen, Ihre Situation zu überdenken, Ihre Ziele zu klären und Rückfälle zu vermeiden. Wir vermitteln Wissen über Suchterkrankungen und praktische Strategien zur Rückfallvorbeugung. Tagesstrukturierende Angebote, sozialpädagogische Beratung und der Kontakt zu Selbsthilfegruppen unterstützen Sie dabei, Ihren Alltag neu aufzubauen und Ihre persönlichen Stärken zu entwickeln.
Gemeinsam planen wir außerdem die nächsten Schritte Ihrer Rehabilitation. Dazu gehören die Vorbereitung auf eine Langzeittherapie der medizinischen Rehabilitation – beispielsweise über die Deutsche Rentenversicherung – sowie die Vermittlung in weiterführende Unterstützungsangebote.
Hinweis
Vor Beginn der Maßnahme ist ein Antrag beim zuständigen Kostenträger erforderlich. Die Orientierungs-Leistung (ehemals Vorsorge) ist ein Angebot der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch IX und wird in der Therapeutischen Gemeinschaft Jenfeld (TGJ) im Rahmen der besonderen Wohnform (Wohnen in abstinenter Umgebung mit Betreuung rund um die Uhr) erbracht. Die Fachleistungen werden auf Antrag vom zuständigen Träger der Eingliederungshilfe finanziert. Sofern kein ausreichendes Einkommen oder Vermögen vorhanden ist, können die Kosten für Unterkunft und Lebensunterhalt durch das zuständige Jobcenter übernommen werden.
Gerne informieren wir Sie über die Zugangsvoraussetzungen und unterstützen Sie bei Fragen zur Finanzierung und Antragstellung. Sie können sich über den Sozialdienst Ihrer aktuellen Einrichtung, Ihre Suchtberatungsstelle oder direkt an uns wenden.
Kontakt
Aufnahmebüro und Verwaltung
Therapeutische Gemeinschaft Jenfeld
Alida Schmidt-Stiftung
Jenfelder Straße 100
22045 Hamburg
Telefon: 040 / 654 096-0
Fax: 040 / 238 309 802
E-Mail: info.tgj@alida.de



