Name: Vivien
Funktion/ Berufsbezeichnung: Bundesfreiwilligendienst
Bereich/ Einrichtung: Max Brauer Haus
Eintritt: 15.10.2025
Warum hast du dich für diesen Freiwilligendienst entscheiden?
Ich wollte nach der Schule eigentlich eine Ausbildung machen. Ich habe mich überall beworben, aber nur Absagen bekommen. Die Zeit wurde dann sehr knapp. Deswegen habe ich mich erstmal für den Bundesfreiwilligendienst entschieden, um die Zeit sinnvoll zu nutzen und ein bisschen Erfahrung zu sammeln.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Einen ganz typischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht, die Bewohnerinnen und Bewohner kommen unterschiedlich in mein Büro. Aber morgens gehe ich erst mal die Geburtstage durch: Ich schaue, wer heute Geburtstag hat, bringe Blumen dahin und singe kurz für sie. Dann warte ich auf das angelieferte Mittagsmenü, nehme das Essen an und stelle es in der Küche in den Wärmeofen. Danach heißt es meistens warten, ob die Bewohnerinnen und Bewohner Waschmarken oder etwas anderes brauchen. Gegen 12 Uhr serviere ich das Mittagessen. Danach schaue ich wieder, was zu tun ist, und arbeite die Aufgaben ab. Das sind meine festen Aufgaben, sonst richtet sich der Tag danach, wobei ich die Bewohnerinnen und Bewohner gerade unterstützen kann.
Wie läuft dein Freiwilligendienst ab – was passiert neben dem Arbeitsalltag?
Ich arbeite ganz normal Vollzeit in der Einrichtung und habe alle zwei bis drei Monate eine Woche lang Seminar. Dabei wird auf die Persönlichkeit geachtet: „Warum bin ich so? Was sind meine Stärken?“ Man findet sich selbst dabei ein bisschen mehr, entdeckt mehr über sich und lernt neue Leute kennen. Es wird auch viel darüber gesprochen, wie es an der Arbeitsstelle läuft und ob dort etwas vorgefallen ist. Wenn ich zum Beispiel Probleme mit jemandem habe, kümmern sich die Seminarleitenden auch darum. Außerdem gibt es einzelne Fachtage zwischendurch, zum Beispiel zum Thema Obdachlosigkeit, damit man sich mit bestimmten Themen genauer befasst.
Wie unterstützt dich die Alida Schmidt-Stiftung als Einsatzstelle dabei?
Die Stiftung unterstützt mich vor allem bei den Seminaren, für die ich freigestellt werde. Außerdem habe ich immer einen Ansprechpartner, an den ich mich wenden kann.
Gab es einen besonderen Moment, den du so schnell nicht vergisst?
Es ist jetzt nicht so ein einzelner Moment, sondern eher, wie dankbar die Leute sind. Selbst wenn es nur ist, kurz den Müll rauszubringen. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind so dankbar dafür, weil sie dann eine Sache weniger haben. Ich finde schön zu sehen, dass auch Kleinigkeiten für jemanden so viel bedeuten können.
Warum arbeitest du hier in den Stiftungen?
Ich arbeite in den Stiftungen, weil ich nach einem Bundesfreiwilligendienst gesucht habe und meine Mutter auch in einem ähnlichen Bereich gearbeitet hat. Sie hat mir das empfohlen und mir das Max Brauer Haus gezeigt. Ich habe mir das angeschaut, mich beworben und die Zusage bekommen. Es hat geklappt und ich bin sehr zufrieden.

