„Ich arbeite in den Stiftungen, weil ich unheimlich gerne mit Menschen arbeite und hier jeder Tag anders ist.”

Sabrina, Teamleitung im Seniorenzentrum Nordlandweg

Name: Sabrina

Funktion/ Berufsbezeichnung: Sozialpädagogin/Teamleitung

Bereich/ Einrichtung: Seniorenzentrum Nordlandweg (Flutopfer-Stiftung von 1962)

Eintritt: 01.08.2018

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Es ist eigentlich nie vorher klar, wie der Tag wirklich läuft. Ein festes „erst mach ich das, dann das" gibt es bei mir selten. Im Kern geht es aber immer um die Anliegen unserer Mieterinnen und Mieter und um sozialrechtliche Themen. Ich helfe ihnen zum Beispiel bei Anträgen für Grundsicherung, Wohngeld oder einen Pflegegrad, kümmere mich um Konflikte zwischen Mieterinnen und Mietern und um Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Psychosen. Dazu kommt die Planung von Veranstaltungen, etwa Sommerfeste oder den „bunten Mittwoch“, einem wöchentlich wechselnden Programm. Aber auch Kooperationen mit anderen Institutionen. Und ich springe an vielen Stellen ein, wo es gerade brennt.

Das Schöne ist ja gerade, dass man keinen Tag wirklich planen kann. Wir betreuen aktuell rund 200 Mieterinnen und Mieter, aber die ganze Bandbreite ist trotzdem da: psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen, Altersarmut. Das wird nicht weniger.

Was bedeutet dir deine Arbeit?

Ich arbeite unheimlich gerne mit Menschen, das war mir schon immer klar. Am meisten Freude macht mir der Kontakt zu den Mieterinnen und Mietern. Insgesamt macht mir der Job wirklich Spaß.

Bei meiner früheren Arbeit hatte ich fast durchgehend direkten Kontakt zu Klientinnen und Klienten. Heute sitze ich zwar mehr im Büro, aber meine Arbeit ist trotzdem sehr breit gefächert und die Herausforderungen sind vielfältig. Es ist ein Beruf, bei dem man auch viel zurückbekommt. Es gibt auch viel positives Feedback. Besonders schön ist es, wenn man positive Veränderungen bei den Menschen sieht, mit denen man arbeitet.

Dabei ist mein Team eine große Unterstützung. Wir teilen uns die verschiedenen Bereiche untereinander auf. Eine Kollegin übernimmt weitgehend die gleichen Aufgaben wie ich. Der Unterschied ist letztlich, dass ich die Entscheidungen treffen muss. Die andere Kollegin kümmert sich vor allem um die offenen Sprechzeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner, die Dekoration der Gemeinschafträume und eigene Veranstaltungen. 

Gab es einen besonderen Moment, den du so schnell nicht vergisst?

Es gibt einige besondere Momente. Besonders berührt es mich, wenn Mieterinnen und Mieter, bei denen ich zunächst dachte, dass sie alleine nicht mehr zurechtkommen, wieder eigenständig und selbstbestimmt bei uns wohnen können. Auch die gemeinsamen Ausfahrten und Feste sind für mich etwas Besonderes. Dabei lerne ich die Mieterinnen und Mieter noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen.

Wie unterstützt dich die Flutopfer-Stiftung als Arbeitgeberin?

Die Unterstützung im Team ist mir besonders wichtig. Die Kolleginnen aus allen Senioreneinrichtungen unterstützen sich gegenseitig, und das funktioniert wirklich gut.

Auch den Tarifvertrag finde ich sehr gut. Fortbildungen wurden bei uns bisher noch nie abgelehnt. Wenn eine Fortbildung auch nur ein bisschen mit unserer Arbeit zu tun hat, bekommen wir die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Auch die Supervision, die wir mittlerweile eingerichtet haben, schätze ich sehr. Daran können alle teilnehmen, die im Seniorenbereich der Stiftungen arbeiten.

Mit meinen Arbeitszeiten bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Für mich lassen sich Familie und Arbeit hier wirklich gut miteinander vereinbaren.

Warum arbeitest du hier in den Stiftungen?

Ich arbeite in den Stiftungen, weil ich unheimlich gerne mit Menschen arbeite und hier jeder Tag anders ist. Einen reinen Bürojob könnte ich mir nicht vorstellen. Ich schätze den Kontakt mit ganz unterschiedlichen Menschen sehr. Außerdem bin ich in verschiedenen Gremien im Stadtteil aktiv.

Der Kontakt zu Menschen und die Abwechslung, das ist mir bei meiner Arbeit nach wie vor am wichtigsten.